Also, diese Geschichte finde ich schon bemerkenswert seltsam, weshalb ich dafür eine Off-Topic Rubrick eröffnen muß und mal abseits vom Grund-Thema Geocaching berichte.

Ich dachte eigentlich, in Deutschland dürfte man Häuser nicht so einfach verlosen. Aber ein Wissensquiz, bei dem es nicht so sehr auf Glück ankommt, anscheinend schon. Mit dieser Idee wurde das Hausquiz auf den Weg gebracht. Hierbei werden ein Einfamilienhaus in Hamburg, ein Cabrio sowie noch acht weitere Sach- bzw. Geldpreise unters Volk gebracht. Klingt interessant - ein Haus zu errätseln hat doch was, oder? Sozusagen eine Online-Variante von “Wer wird..” - nun schauen wir mal weiter.
Wenn man die Teilnahmebedingungen ließt, erfährt man, das man für jeden Versuch 25 € Gebühr zahlen muß. Auch erährt man, das man 25 Fragen innerhalb einer bestimmten Zeit (pro Frage) zu beantworten hat. Verstreicht die Zeit oder wird eine falsche Antwort gegeben, war es das und man ist raus. Man kann natürlich für 25 € nochmal sein Glück Wissen versuchen, klar.
Nach jeder Frage hat man zusätzlich die Möglichkeit eine Pause von max. 48 Stunden einzulegen, überzieht man, ist man auch raus. Spätestens endet das ganze Silvester 2009/2010.
Hat man alle 25 Fragen richtig beantwortet, erhält man eine Einladung zu einer Endrunde in Hamburg. Diese Finalrunde bringt nochmals 10 Fragen mit sich. Die Plätze werden dann an die Teilnehmer mit den richtigen Antworten nach Schnelligkeit der Antworten vergeben.
Bis hierhin erinnert das wirklich noch an die TV-Quizsendungen. Wenn man die Teilnahmebedingungen ließt, findet man ziemlich weit unten jedoch eine klitzekleine Einschränkung. Erst wenn mindestens 20.000 Teilnehmer mitspielen - offen bleibt, ob eine Mehrfachteilnahme doppelt gezählt wird oder nicht - werden überhaupt die Preise 2-10 ausgespielt. Bei weniger als 20.000 Teilnehmern gibt es keine Preise. Das Haus kommt erst in die Ausspielung, wenn mindestens 30.000 Teilnehmer mitgemacht haben. Das heißt, das die Teilnehmer mindestens 750.000 € eingezahlt haben müssen, damit das Haus im Wert von 500.000 € auch vergeben wird.
Das erinnert mich schon irgendwie an TV-Quiz, aber mehr an das mit den 013xxxx Telefonnummern. Ich jedenfalls spare die 25 € und bleibe in Mönchengladbach.
In der Presse findet man die Information, das die Verkäufer den Wert mit 525.000 € angeben. Zuletzt hätten Sie es wohl für 245.000 € versucht zu verkaufen. Sicherlich kostet das Quiz einiges an Verwaltungsgebühren, Steuern und nicht minder Geld für Notar, WebAgentur, Serverhosting usw. Dennoch empfinde ich die Lücke zwischen 245.000 € und 750.000 € Schwellwert als recht groß. Mir ist da Bange, das da tatsächlich 30.000 Mitspieler mitmachen.
Siehe auch: